Pressemitteilung der Ökoanbauverbände Baden-Württembergs zum NÖK BW

Trockenheit im Mai zeigt: Humus ist Schlüssel für klimaresiliente Landwirtschaft – Neues Netzwerk startet Veranstaltungen in Baden-Württemberg

Esslingen, Mai 2026 – Die ungewöhnlich frühe Hitze und Trockenheit im Mai dieses Jahres verdeutlicht erneut, wie entscheidend gesunde Böden für die Landwirtschaft sind. Besonders der Humusgehalt im Boden spielt eine zentrale Rolle: Er speichert Wasser, bindet Kohlenstoff und sichert langfristig Erträge. Komposte können hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Vor diesem Hintergrund starten die Öko-Anbauverbände in Baden-Württemberg mit der Gütegemeinschaft Kompost Region Süd (GKRS) ihre Zusammenarbeit im Netzwerk Ökolandbau und Kompost Baden-Württemberg (NÖK BW). Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert und gemeinsam vom Witzenhausen-Institut, dem Ingenieurbüro ISA-Gottschall und der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL) koordiniert.

Vor diesem Hintergrund starten die Öko-Anbauverbände in Baden-Württemberg mit der Gütegemeinschaft Kompost Region Süd (GKRS) ihre Zusammenarbeit im Netzwerk Ökolandbau und Kompost Baden-Württemberg (NÖK BW). Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert und gemeinsam vom Witzenhausen-Institut, dem Ingenieurbüro ISA-Gottschall und der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL) koordiniert.

Ziel des Netzwerks ist es, hochwertige Komposte aus regionalen Kompostanlagen stärker im Ökolandbau einzusetzen. Diese ökozertifizierten Komposte leisten einen wichtigen Beitrag zum Humusaufbau, zur Bodenfruchtbarkeit sowie zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz. Außerdem enthalten sie alle wichtigen Makro- und Mikronährstoffe, sind also ein echtes Multifunktionswerkzeug.

„Gerade in Dürreperioden zeigt sich: Böden mit hohem Humusgehalt können Wasser besser speichern und Pflanzen länger versorgen. Das macht sie widerstandsfähiger gegenüber Extremwetter“, so Christoph Zimmer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL).

Dabei bleibt ein großes Potenzial bislang ungenutzt: Jährlich fallen rund 300.000 Tonnen gütegesicherte Komposte in Baden-Württemberg an, die den Qualitätskriterien von Bioland und Naturland entsprechen – jedoch wird nur ein kleiner Teil im Ökolandbau genutzt.

Das Netzwerk will diese Lücke schließen – insbesondere durch Wissenstransfer, Beratung, Vernetzung und praktische Demonstrationen. Erste Veranstaltungen starten bereits im Juni 2026. Dabei stehen Themen wie die Vorteilswirkungen von Biogut- und Grüngutkomposten, deren Qualität und praktische Anwendung im Mittelpunkt.

Mit dem neuen Netzwerk setzt Baden-Württemberg ein klares Zeichen: Eine klimaresiliente Landwirtschaft beginnt im Boden – und damit beim Humusaufbau. Hier leistet die Kompostnutzung einen wertvollen Beitrag – sowie viele weitere positive Effekte.

Start der Fachveranstaltungen im Juni 2026
Im Rahmen des NÖK BW beginnen nun praxisorientierte Veranstaltungen in ganz Baden-Württemberg. Den Auftakt bildet eine Fachinfoveranstaltung am 11. Juni in Bad Rappenau mit:

  • Besichtigung einer Kompostanlage
  • Fachvorträgen zu Gütesicherung, Anwendung und Preise der Komposte
  • Einblicken in Verbandsvorgaben
  • Praxisberichten von Betrieben
  • Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Ökolandbaubetrieben und Kompostanlagenbetreibern

Ergänzend folgen weitere Feldveranstaltungen und Erfahrungsaustausche, unter anderem im Rahmen der Öko-Landessortenversuche des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ). Die erste Feldveranstaltung findet am 30. Juni in Kleinhohenheim statt. Das Netzwerk verfolgt einen klar praxisorientierten Ansatz: Wissenstransfer, Beratung, Vernetzung und Demonstrationsprojekte sollen Vertrauen schaffen und den Einsatz von Kompost im Ökolandbau deutlich erhöhen.

Denn: Vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme ist der Humusaufbau kein „Nice-to-have“, sondern zentraler Bestandteil einer resilienten Betriebsführung. Das NÖK BW liefert dafür konkrete Lösungen und praxisnahe Unterstützung.

Mehr zu den aktuellen Veranstaltungen finden Sie hier.