Förderung und Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Ökolandbau und Kompostwirtschaft in Baden-Württemberg
Wir freuen uns sehr, dass Ende 2025 in Baden-Württemberg das landesweite Netzwerk Ökolandbau und Kompost (NÖK BW) starten konnte und sich nun in einer intensiven Aufbauphase befindet. Ziel ist es, eine enge Zusammenarbeit zwischen Ökolandbau und Kompostwirtschaft im Land zu fördern und so die nachhaltige Nährstoff- und Humusversorgung des wachsenden ökologischen Landbaus in Baden-Württemberg wesentlich zu unterstützen.
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) sowie die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) haben die Projektgemeinschaft aus Witzenhausen-Institut (WI), Ingenieurbüro für Sekundärrohstoffe, Abfall- und Kreislaufwirtschaft (ISA) sowie die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) mit der Leitung der Koordinierungsstelle für den Aufbau bzw. die Umsetzung des Netzwerks beauftragt.
Unterstützung findet das Vorhaben zudem durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) sowie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ). Das NÖK BW baut auf das erfolgreiche Vorprojekt „Ökokompost BW“ an, integriert die dort erzielten Ergebnisse und Erfahrungen und berücksichtigt die besonderen Strukturen und Akteursnetzwerke im Land. Durch die engen Kontakte der Koordinierungsstelle des NÖK BW zu anderen Vernetzungs- und Forschungsprojekten zum Komposteinsatz im Ökolandbau bundesweit ist es außerdem möglich, die dortigen umfassenden Erfahrungen ebenfalls einzubeziehen.
Im Rahmen des NÖK BW soll damit erstmals eine gemeinsame, landesweite Arbeitsplattform entstehen, auf der Ökolandbaubetriebe, Kompostierungsanlagen und weitere wichtige Akteure eng zusammenarbeiten.

Abb. 1: Struktur und Arbeitsweise des NÖK Baden-Württemberg
Ziel ist es, den Einsatz hochwertiger Biogut- und Grüngutkomposte im Ökolandbau deutlich auszuweiten, die Sicherung der erforderlichen Qualitätsstandards der Komposte zu unterstützen sowie die Kommunikationswege zwischen Ökolandbau und Kompostwirtschaft dauerhaft zu stärken. So können Nährstoffkreisläufe geschlossen und Ressourceneffizienz gefördert werden. Durch die Unterstützung des Humusaufbaus wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaresilienz geleistet.
In den kommenden Monaten liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau der Koordinierungsstelle und der Akteursgruppe, die das Rückgrat des Netzwerks bilden. Dabei arbeiten alle relevanten Akteure aus Landwirtschaft, Beratung, Fachinstitutionen und Verbänden mit – insbesondere die Gütegemeinschaft Kompost Region Süd (GKRS), das LTZ Augustenberg sowie die Anbauverbände Bioland, Naturland und Demeter.
Parallel dazu werden die Handlungsfelder des NÖK BW mit Leben gefüllt – von der Informationsbereitstellung und Öffentlichkeitsarbeit über Wissenstransfer und Beratung bis hin zu Demonstrationsvorhaben und Best-Practice-Beispielen (Abb. 1). So soll das Projekt den Weg ebnen, damit der Einsatz geeigneter Komposte im Ökolandbau zur Selbstverständlichkeit in Baden-Württemberg wird.
Alle Informationen über das Netzwerk Ökolandbau und Kompost finden Sie hier.